Kleine Gedanken zur großen Conversion

Meine Erfahrung in Sachen Webdesign sind in Jahren nicht zu messen. Seit über fünf Jahren bin ich dabei, finde jedoch dass die Erfahrung selbst eher irrelevant ist, sorgt man sich um die Conversion einer Webseite.

Aktuell überprüfe ich einige Ansätze zur Optimierung auf dessen wahrhaftigkeit. Ich denke, dass moderne Designs, wie es Apple mit seiner Homepage oder Google mit dem Material Design vormachen, nicht der Conversion dienlich sind. Bei Apple ist es die größe der Marke, die einen solch spurigen Auftritt erlaubt, da das Interesse bereits vorhanden ist und die Neugier im Detail befriedigt werden kann. Sieht man sich jedoch im Gegenzug Googles Material Design an, dass sehr viel Platz nimmt und dafür sorgen will, dass einfacher Zugang ermöglicht wird, kratzt man sich nur am Kopf. Einfachheit klappt nicht ohne Übersicht. Dennoch nimmt sich Google heraus sehr viel Platz in Anspruch zu nehmen, um beschämend wenige Informationen bereitzustellen. Doch oftmals ist das Interesse der Leserschaft nich so hoch, als dass sie sich mit der Webseite auseinandersetzen wollen, sondern eine Lösung für ein logisches Problem, das Erfüllen einer Variable im Kopf, einen Rat wollen.

Das heisst, dass dem Leser ermöglicht werden muss, nicht durch schicke Animation, sondern durch kleinläufige Webseiten, dass er gleich weiss ob und wo er seine Information bekommt. Je kompakter eine Webseite ist, umso eher ist die Übersicht geboten, die es braucht um sie mit einem Blick zu „scannen“. Folglich bereichert sich die Webseite, welche diesen Umstand für sich nutzt, mit höherer Conversion. Als die Webseiten sich noch nicht mit Effekthascherei, sondern Effizienz gebrüstet haben, war auch ich noch nicht gedrängt mich der neuen Mode zu widmen. Bereits mit den ersten Erscheinungen war ich als Nutzer überfordert. Zu viel Fläche für zu wenig Information, keine Möglichkeit zu scannen und jeglicher Verweis auf weiterführende Seiten ist irgendwo aber nicht „gleich hier“ zu finden.

Das heisst also, dass man sich zurück an die Wurzeln begeben sollte und Struktur und Wirkung nicht vernachlässigen darf. Will ich also etwas verkaufen, so sollte ich auf große Kopfzeilen verzichten, wie man sie auf diversen deutschen Webseiten vorfindet. Beispielsweise auf Ezigaretten-Test erkennt man eindeutig, dass der Text zu groß geraten ist. Man hat gar keine Lust mehr zu lesen. Man erkennt hier den Konstrast zu den kleineren Elementen sofort. Was heisst, dass man sich im großen Umfang mit kleinen Elementen ausstatten sollte, um einige große (Kaufen Buttons) abzuheben. So entsteht zum einen eine Übersicht, aber auch findet sich im Anschluss leichter die Ezigarette, welche am besten im Test abgeschnitten hat. So ist der Vergleich dieser Produkte viel einfacher.

Ich werde mich nun darum kümmern ein Gegenbeispiel zu diesem Ezigaretten Test zu finden und dieses hier als „offensichtlich“ besser aufzuzeigen.