CSS-Frameworks übernehmen das Webdesign

Zwar gestalte ich persönlich nach dem Credo, dass Funktion das Design bestimmen soll, doch überschneiden sich die Anforderungen immer und immer wieder. Für die meisten Fragen, die während der Planungsphase anfallen, haben CSS Frameworks bereits eine Lösung parat.

Bootstrap war das erste CSS Framework, das für soviel Furore sorgte, dass man das Internet in neuer Qualität entdecken durfte. Selbst die Seiten aus den hintersten Ecken des Internets konnten sich mit Hilfe von Bootstrap in gekonntem Design präsentieren und mit moderner Nutzerführung brüsten.

Neuerdings schießen solche Frameworks wie Pilze aus dem Boden. Google hat mit seinem Material Design, welches alle Webseiten des Internetriesen gestalterisch unterstützt, für eine neue Welle an Frameworks gesorgt. Ich selbst habe hier eines der ersten etablierten Frameworks bereits ausprobiert und war sehr zufrieden. Zwar ist auch hier nicht alles Gold was glänzt, es bedarf jedoch weitaus weniger Anpassungen, als ein eigens kreiertes System. Im Detail spreche ich hier von Materializecss.com, welches eine einfache Syntax und viele Funktionen mitbringt. Ein Mitstreiter findet sich im getmdl.io Framework. Letzteres wird zwar auch von Google für einige Webseiten genutzt, anfreunden konnte ich mich auf den ersten Blick jedoch nicht mit dem „Material Design lite“.

Es bleibt abzuwarten was die Zukunft bringt. Aktuell wirken die neuen Frameworks bereits etwas in die Jahre gekommen. Gerade Googles Material Design ist meiner Meinung nach nichts was die Zeit überleben kann. Das Konzept an sich mag zwar schlüssig sein, es ist jedoch zu weitläufig und großflächig, um als verständig gelten zu dürfen.

Nachtrag:
Ich habe abermals etwas ausprobiert und werde bald die Webseite Kopfhörernerds updaten. Die neue Seite, die ihr wahrscheinlich schon live sehen könnt, sobald ihr diese Neuigkeiten lest, baut ebenfalls auf Materializecss auf und zwar in modifizierter Fassung. Ich halte nicht viel von den großspurigen Designs, die so viel Raum fordern, dass sie fast arrogant dümmlich wirken. Die Übersicht ist das höchste Gut im Internet und ich seh letztere bedroht.
Der neue Kopfhörer Blog wird ein Mittelding aus modern und sehr klassich sein, um Übersicht zu gewährleisten, doch ebenso die Details nicht verschwimmen zu lassen.
Die Seite wird, wie viele meiner Seiten, Testberichte behandeln und bedarf keiner großartigen Ordnerstruktur. Das gibt das Thema zum Glück her. ALleridngs habe ich mir erlaubt ein paar gute Filter einzubauen, um die Auswahl zu vereinfachen. Das hoffe ich zumindest, da die meisten Leute mit derartigen Filtern wohl noch nicht umgegangen sind.